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Die Norwegische Waldkatze
Die Norweger sind von ihrer Optik und ihrer Ausstattung her sehr gut an ein Leben unter schwierigen klimatischen
Bedingungen, wie sie in Skandinavien herrschen, angepaßt. Ihr Fell schützt sie sowohl vor Nässe als auch vor Kälte,
denn es verfügt über einen ganz besonderen Aufbau. Dichte Unterwolle wärmt die Katze und ist von langen,
wasserabstoßenden Grannen überdeckt. Wasser perlt von diesem Fell einfach ab. So bleibt das wärmende Unterkleid
auch bei anhaltendem Regen trocken und kann seine Funktion gut erfüllen. Es ist also Regenmantel und Wolldecke zugleich.
Norwegische Waldkatzen machen im Frühjahr und im Herbst einen kräftigen Fellwechsel durch. Während im Winter
eine lange Halskrause die Katzen ziert, das Körperfell dichter und länger ist und die Knickerbockerhosen an den Hinterbeinen volles Volumen aufweisen, ist im Sommer kürzeres Fell angesagt. 
Hier kann man am Beispiel von unserem André den deutlichen Unterschied zwischen Winter- und Sommerfell sehen.
Nur der lange, buschige Schwanz zeigt auch im Hochsommer ganz deutlich, daß es sich bei der Norwegischen
Waldkatze um eine Semilanghaarrasse handelt. Der Schwanz erfüllt seine Funktion nicht nur als Steuerruder bei den
weiten Sprüngen, zu denen ein Norweger befähigt ist. Er dient sowohl als Balancierhilfe, als auch als wärmender Schal, in den sich die Katze bei extremer Kälte einrollen kann.
Hier ein Beispiel eines richtig buschigen Norweger-Schwanzes ( Neelix ).
Die Qualität des speziellen Norwegerfells sollte bei der Zucht wesentlich größere Beachtung finden als die Farbe.
Dieser Aussage wird auch im Standart Rechnung getragen: Die Qualtität, Textur und Länge des Fells werden mit bis zu 25 Punkten bewertet, für die Farbe gibt es aber keinen einzigen Punkt.
Während Kitten und Jungtiere zunächst noch ein Babyfell tragen, sollte die Katze ab dem zweiten Winter ihres
Lebens schon mit einer gewissen Menge an Fell und der erwünschten Qualität, Textur und Länge aufwarten. Bis eine
Norwegische Waldkatze fertig entwickelt ist, vergehen bei Kätzinnen drei, bei Katern oft bis zu vier Jahre!!!
Farben: Alle Farben sind erlaubt, inklusive aller Farben mit Weiß, mit Ausnahme von Point-Abzeichen (Siam-Färbung),
Chocolate und Lilac, Cinnamon und Fawn. Jede Menge Weiß ist erlaubt. Über die Fellfarbe als Tarnung herrschen unterschiedliche Meinungen, doch soll es jeweils verstärkte Vorkommen der
Farben gegeben haben, die mit denen der regionalen Umgebung am besten verschmolzen: Stromungen in Ost- und
Mittelnorwegen, Schwarz und Graublau an den grauen Felsküsten im Westen, Rot und Rotschwarz in Südnorwegen und Weiß oder Grauweiß in schneereichen Gebieten.
Charakter:
Die Norwegische Waldkatze ist aktiv, verspielt und menschenbezogen. Ihre Nervenstärke wissen viele zu schätzen, die
mit Kindern und anderen Tieren zusammenleben. Sie läßt sich nicht so leicht einschüchtern und wird nicht nervös,
sondern ruht in sich selbst. Dabei ist sie aufgeschlossen und neugierig, auch Fremden gegebüber. Im Vergleich zur
Maine Coon ist die Norwegerin etwas verspielter, anhänglicher und redselig mit piepsiger Stimme, die so gar nicht zu dem etwas “schratigen” Aussehen zu passen scheint.
Wer sich eine solche Katze zulegt, darf nicht vergessen, ihr viele Kletter- und Spielmöglichkeiten und möglichst auch
einen Platz an der frischen Luft ( gesicherter Balkon, katzensicherer Garten oder mit einem Netz gesichertes Fenster ) anzubieten. Sie lernt aber auch leicht, an der Leine zu gehen.
Fellpflege: Die Fellpflege ist leichter, als man es bei einer Katze mit solchem Haar vermutet. Tägliches Kämmen ist absolut
unnötig. einmal wöchentlich reicht vollkommen. Erst im Frühjahr, wenn die dicke Unterwolle ausfällt, sollte man die
Katze öfter kämmen. Das schont die Nerven der/des Hausfrau/Hausmanns und verhindert, daß die Katze zuviele Haare abschluckt, die sich im Magen zu Haarballen zusammenklumpen.
Der Standart der Norwegischen Waldkatze
Größe großKopf
dreieckig, wobei alle Seiten gleich lang sind; langes, gerades Profil ohne
Unterbrechung (Stop); kräftiges Kinn Ohren
groß, mit guter Breite an der Basis, spitz zulaufend; luchsartige Haarpinsel und
Haarbüschel in den Ohren; hoch und offen plaziert, sodaß die äußere Linie der
Ohren in einer Linie über die Backen zum Kinn verläuft Augen
groß und oval, gut geöffnet, leicht schräg gestellt; wachsamer Ausdruck;
alle Farben sind erlaubt Körper
lang, kräftig gebaut; kräftiger Knochenbau Beine kräftig, hochbeinig, wobei die Hinterbeine höher als die Vorderbeine sind Pfoten
groß, rund, in Proportion zu den Beinen Schwanz lang und buschig, sollte mindestens bis zu den Schulterblättern reichen,
vorzugsweise jedoch bis zum Nacken
wasserabstoßendem Deckhaar überdeckt, das aus langen, groben und glänzenden
Grannenhaaren besteht. Eine voll im Fell stehende Katze besitzt eine Hemdbrust,
eine volle Halskrause und Knickerbocker.
Fehler zu kleine oder fein gebaute Katzen; runder oder viereckiger Kopf, Profil mit Stop;
kleine Ohren, Ohren zu weit auseinander oder zu eng zusammen gesetzt; kurze Beine,
dünne Beine; kurzer Schwanz; trockenes Fell, filziges Fell, zu seidiges Fell.
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